Musik in TV-Serien

 

Auch in diesem Jahr ist der SoundTrack_Cologne Samstag den TV-Serien gewidmet. Am 25. August 2018 schlagen die Gäste einen Bogen von Superhelden zu innovativen Krimiserien: Lolita Ritmanis („Spectacular Spider-Man“), Eloi Ragot („The Break – Jeder kann töten“), Ginge Anvik („Lykkeland“), Mac Quayle („American Crime Story“).

Emmy-Gewinnerin Lolita Ritmanis gilt als DIE Komponistin für Zeichentrickserien und Superhelden schlechthin. Für ihre einprägsamen Themes und Underscores für Fanlieblinge wie Marvels Avengers – Gemeinsam unbesiegbar, Warner Bros. Young Justice und Batman und Harley Quinn erlangte sie gemeinsam mit Ihren kreativen Partnern Kristopher Carter und Michael McCuistion weitreichende Bekanntheit. Auch die Scores für die Zeichentrickserien Spectacular Spider-Man und Batman stammen aus ihrer Feder. Daneben schreibt sie Musik für Serien wie Flip the Script und Dokumentarfilme wie Wild Daze. Außerdem engagiert sie sich als amtierende Präsidentin der Alliance for Women Film Composers.

Wenn der Komponist schon direkt bei der Konzeption der Serie mit dem Showrunner zusammenarbeitet, ist das für beide ein Glücksfall und führt oft zu herausragenden Ergebnissen. So wundert es nicht, dass die belgische Crimeserie The Break – Jeder kann töten in mehreren Ländern ausgestrahlt und international von Netflix vertrieben wird. Außerdem gewann die Serie den „Award für die beste französischsprachige Serie“ bei Seriesmania 2016 in Paris. Ein Glücksfall ist es aber auch für SoundTrack_Cologne, dass Komponist Eloi Ragot und Showrunner Stéphane Bergmans gemeinsam in einem Werkstattgespräch Einblicke in ihren Workflow während der Entwicklung der Serie geben: Denn Eloi schrieb die Hälfte der Themes schon auf Drehbuchbasis, so konnte u.a. auf Temp-Tracks verzichtet werden. Seit 2008 komponiert Eloi Ragot Musik für Filme und Serien wie EUH und Lucas etc. Als leidenschaftlicher Soundbastler kombiniert er dafür Field Recordings, Sampling, elektronische und akustische Instrumente, um spannende Texturen und Soundscapes zu erschaffen.

Gleich zwei der fünf Auszeichnungen, die bei der Erstausgabe von „Canneseries“, dem internationalen Serienfestival in Cannes, vergeben wurden, gingen an Lykkeland – eine an das Drehbuch und eine an die Musik von Ginge Anvik. Der norwegische Komponist startete seine Musikkarriere mit elektronischen Kompositionen für Hörspiele und Tanzperformances und spielte bei Raves und Festivals. Nach 15 Jahren in Oslos Undergroundszene kam er 2005 mit dem Soundtrack zum Comedy-Drama Tommys Movie eher zufällig zur Filmkomposition. Seitdem schrieb er Musik für 23 Spielfilme wie Sons of Norway und Julekongen. Daneben komponiert er für TV-Serien wie Der Wolf und Dokumentarfilme.

Der Emmy-Preisträger und Grammy-nominierte Komponist Mac Quayle begeistert weltweit das Publikum mit seinen unverwechselbaren Kompositionen. Zu seinen Credits zählen über 40 Filme und TV-Serien, darunter die Serie Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen. Er komponierte die Soundtracks der beiden American Crime Story-Staffeln Der Mord an Gianni Versace und die Emmy-prämierte Staffel The People v. O.J. Simpson. Zu seinen letzten Arbeiten gehören die Soundtracks für den Suspense-Thriller Mr. Robot, für den er mit dem Emmy ausgezeichnet wurde, sowie Feud: Bette and Joan, American Horror Story (Staffeln 4 – 7), Pose und 9-1-1 (zusammen mit Todd Habermann).